Wenn Sie rund um die Sonnenalp unterwegs sind, begegnen Ihnen einige der ursprünglichsten Landschaften des Allgäus: sanfte Wiesen, dichte Wälder und geheimnisvolle Moorgebiete. Was auf den ersten Blick wie unberührte Natur wirkt, erfüllt tatsächlich eine wichtige Aufgabe. Moore zählen zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffspeichern der Erde und leisten einen bedeutenden Beitrag zum Klima-, Wasser- und Artenschutz. Doch viele Moore wurden über Jahrzehnte entwässert und dadurch stark geschädigt. Genau hier setzt die Tiefenberger Moor-Renaturierung an. Gemeinsam mit regionalen Partnern unterstützt die Sonnenalp den Schutz und die Wiedervernässung dieses wertvollen Lebensraums im Oberallgäu und trägt dazu bei, dass sich die Natur Schritt für Schritt regenerieren kann. Zwischen Ofterschwang, Fischen und Bolsterlang entsteht so nach und nach wieder ein lebendiges Moor, das seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet, Wasser in der Landschaft speichert und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltiger Tourismus und aktiver Naturschutz Hand in Hand gehen können.
Moore sind kleine Klimaschutzhelden. Sie bedecken zwar nur 3 % der Landfläche der Erde, speichern jedoch rund 30 % des weltweit im Boden gebundenen Kohlenstoffs. Damit enthalten sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Bleiben Moore dauerhaft nass, wird abgestorbenes Pflanzenmaterial nur sehr langsam zersetzt. Dadurch wird Kohlenstoff über Jahrtausende im Boden gespeichert. Wird ein Moor jedoch entwässert, gelangt Sauerstoff in den Torfboden. Der gespeicherte Kohlenstoff wird freigesetzt und als Kohlendioxid (CO₂) an die Atmosphäre abgegeben. Aus einer wichtigen CO₂-Senke wird somit eine Emissionsquelle.
Über viele Jahrzehnte hinweg wurden Moore entwässert, damit ihre Flächen landwirtschaftlich genutzt oder bebaut werden konnten. Zu den häufigsten Ursachen für das Austrocknen von Mooren gehören:
Sinkt der Wasserstand dauerhaft, beginnt der Torf zu zerfallen. Das führt dazu, dass große Mengen CO₂ freigesetzt werden und wichtige Lebensräume verloren gehen.
Kurz gesagt: Es wird versucht, den natürlichen Wasserhaushalt des Moores wiederherzustellen. Das geschieht in der Regel durch:
Gelingt es, ein Moor ausreichend und langfristig wiederzuvernässen, kann sich neues Torfmoos ansiedeln. Über viele Jahre entwickelt sich daraus wieder ein funktionierendes Moorökosystem. Auch wenn dieser Prozess Zeit benötigt, verbessert sich die ökologische Qualität der Fläche oft schon nach kurzer Zeit deutlich.
Wir vom Sonnenalp Resort möchten dazu unseren Beitrag leisten. Mit unserer Unterstützung der Tiefenberger Moor-Renaturierung tragen wir zum langfristigen Schutz eines besonders wertvollen Moorgebiets im Oberallgäu bei. Das Projekt verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig:
Durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern tragen wir dazu bei, dass das Tiefenberger Moor auch für kommende Generationen erhalten bleibt.
Moore gehören zu den artenreichsten Lebensräumen im Alpenvorland. In ihnen lebt eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Typische Pflanzen, die in den Mooren zu finden sind, sind:
Auch zahlreiche Tierarten sind auf intakte Moore angewiesen. Dazu gehören beispielsweise:
Diese Tiere und Pflanzen reagieren äußerst empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraums. Umso wichtiger ist es, die Moore intakt zu halten und somit die biologische Vielfalt aufrechtzuerhalten.
Im Allgäu gibt es sowohl Hochmoore als auch Flachmoore – doch worin unterscheiden sie sich? Hochmoore werden ausschließlich durch Regenwasser gespeist. Sie sind besonders nährstoffarm und leicht sauer. Typisch sind große Torfmoospolster sowie Spezialisten wie der Sonnentau. Flachmoore hingegen werden zusätzlich durch Grund- oder Quellwasser versorgt. Dadurch sind sie nährstoffreicher und bieten zahlreichen Pflanzen- und Tierarten ideale Lebensbedingungen.
Intakte Moore
Genau aus diesem Grund ist der Moorschutz im Oberallgäu so wichtig. Jede wiedervernässte Fläche wird langfristig zu einem wertvollen Lebensraum und ist somit ein großer Gewinn für Klima- und Naturschutz.
Rund um die Sonnenalp erwarten Gäste zahlreiche Naturhighlights des Oberallgäus. Wanderungen führen durch abwechslungsreiche Landschaften zwischen Ofterschwang, Fischen und Bolsterlang, vorbei an Wiesen, Wäldern und Moorgebieten. Wer aufmerksam unterwegs ist, entdeckt dabei eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Moore gehören zu den wichtigsten natürlichen Klimaschützern unserer Erde. Ihre Wiedervernässung schützt nicht nur seltene Tier- und Pflanzenarten, sondern trägt auch dazu bei, große Mengen Kohlenstoff dauerhaft im Boden zu speichern. Die Tiefenberger Moor-Renaturierung zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltiger Tourismus und aktiver Naturschutz miteinander verbunden werden können – ein Projekt, das uns nachhaltig am Herzen liegt.
Durch die Wiedervernässung steigt der Wasserstand im Moor wieder an. Dadurch wird der Abbau des Torfs verlangsamt, CO₂-Emissionen werden reduziert und die Voraussetzungen geschaffen, damit sich das Moor langfristig regenerieren kann.
Die Renaturierung ist ein langfristiger Prozess. Erste ökologische Verbesserungen können bereits nach kurzer Zeit sichtbar werden. Bis sich jedoch wieder ein stabiles Moorökosystem entwickelt, vergehen oft viele Jahre oder sogar Jahrzehnte.
Das Tiefenberger Moor ist ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig leistet seine Renaturierung einen wichtigen Beitrag zum regionalen Klima-, Arten- und Wasserschutz im Oberallgäu.
Die Moorlandschaften rund um Ofterschwang, Fischen und Bolsterlang lassen sich auf ausgewählten Wanderwegen erleben. Besucher sollten die markierten Wege nicht verlassen, damit empfindliche Pflanzen und Tiere geschützt werden.
Die Sonnenalp unterstützt die Tiefenberger Moor-Renaturierung gemeinsam mit regionalen Partnern. Ziel ist es, natürliche Wasserverhältnisse wiederherzustellen, die Artenvielfalt zu fördern und einen nachhaltigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz im Oberallgäu zu leisten.